Das Wasser prägt seit jeher Landschaft und Wirtschaft des Mühlwaldertales.
Der Hauptkamm der Zillertaler Alpen mit seinen höchsten Bergen garantiert den Wasserreichtum des Tales. Hier bleiben die Wolken hängen, Regen und Schnee fällt zuverlässig. Die Gletscher zum Tal hin sind allerdings stark zurückgedrängt. Vom einst großen Gletscher zeugen noch der Eissee und die glattgeschliffenen Felsen, über welche man beim Aufstieg zum Nevessattel wandert.
Über 200 Quellen gibt es im Mühlwaldertal, die meisten davon in bester Trinkwasserqualität. Sie liegen in unterschiedlichen Gesteinskomplexen innerhalb und außerhalb des sogenannten Tauernfensters, eine geologisch sehr vielfältige Zone. Geschichtete Steinmauern an einigen ausgewählten Quellen laden ein, sich zu erfrischen.
Die Bewohner im Tal benutzten schon seit jeher die Wasserkraft des Mühlwalderbaches als Antrieb für ihre Mühlen und Sägen. Einige davon wurden restauriert und zeugen von dieser direkten Art der Wasserkraftnutzung.
Heute wird die Wasserkraft in elektrische Energie umgewandelt, sodass sie transportfähig wird und vielen unterschiedlichsten Zwecken im Stromnetz zur Verfügung steht. Einprägsames Bauwerk ist der Neves Stausee, aber auch sonst entdeckt man Teilstücke dieses großen unterirdischen Netzwerkes in der Landschaft.